Band 34

Band 34

Frieden und Krieg um 20. und 21. Jahrhundert - Ursachen, Konsequenzen, Alternativen.

Das Buch befasst sich mit einem grundlegenden Thema des Daseins und Zusammenlebens der Menschen. Es stellt Frieden und Krieg im 20. und 21. Jahrhundert und einige wesentliche Ursachen, Konsequenzen und Alternativen in den Mittelpunkt. Dabei suchen wir, wie viele andere Menschen, nach einem Leben in Frieden und Vielfalt, in Freiheit und Demokratie, in Toleranz und Humanität.

Das Verhältnis von Frieden und Krieg reflektiert ein wesentliches globales Problem, das das Leben und Weiterleben der Menschen, ja ganzer Völker beinhaltet. Anlass ist der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges (1914 – 1918), der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Vor allem Ursachen und Wirkungsgeschichte des Ersten Weltkrieges, die Entwicklungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) sowie friedenspolitische Anstrengungen sind in der Diskussion. Der parteienunabhängige und überkonfessionelle Ansatz in der Freien Akademie hat das Finden von Antworten zu den wesentlichen Daseins- und Lebensfragen des menschlichen Miteinanders in Respekt und Frieden und mittels der Menschenrechte befördert.

Die beiden, von deutschem Boden ausgegangenen Weltkriege haben das 20. Jahrhundert auf schreckliche Weise geprägt. Da kann die einzige Konsequenz sein, stets für Frieden einzutreten und für ihn zu kämpfen. Welche Ursachen und Hintergründe für Gewalt, insbesondere der militärischen, in der Geschichte der letzten 100 Jahre gibt es? Welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Die neuen Dimensionen eines Krieges in der Gegenwart, der durch den Einsatz von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen gekennzeichnet wäre, führen zu der Erkenntnis, dass generell Kriege auf unserer Erde nicht mehr führbar und gewinnbar sind. Wie sieht jedoch die Politik der letzten Jahrzehnte und in nächster Zukunft aus? Worin bestehen neue Konfliktlösungsstrategien, tragfähige völkerrechtsverbindliche Regelungen und notwendige Alternativen zu Krieg und Gewalt in den Beziehungen der Staaten?

Das von Volker Mueller herausgegebene Buch in der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE dokumentiert die Vorträge bzw. Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung, die im Mai 2014, in der Frankenakademie Schloss Schney stattfand. Auf der Akademie-Tagung 2014 gab es – neben den Hauptreferaten - die Gelegenheit, eigene Thesen und Ideen zum Thema vorzutragen. Die Kurzbeiträge werden hier ebenfalls mit publiziert. Die wissenschaftliche Vorbereitung und Leitung der Tagung, die mit Unterstützung von Prof. Dr. Bernhard Verbeek dankenswerterweiser erfolgte, lag in den Händen des Herausgebers dieses Buches. Allen Autorinnen und Autoren sei hiermit herzlich gedankt.

Band 34 | ISBN  978-3-923834-32-7 | 209 Seiten | Berlin 2015 | 19,90 €

Inhalt:

Volker Mueller: „Nie wieder!“

Bernhard Verbeek: Die anthropologischen Wurzeln von Kriegsbereitschaft

Gerhard E. Sollbach: Kriegsstimmung 1914 ?

Franz M. Wuketits: Zum Unfrieden verurteilt? Ressourcenknappheit und mögliche zukünftige Kriegsgefahren

Werner Onken: Frieden als ökonomische Aufgabe

Thomas Junker: Biowaffe Kunst? Warum sie Frieden schafft und Kriege schürt

Tina Bär: Gewaltfreie und lebensfreundliche Konfliktlösungen – Chancen der Mediation

Matthias Jochheim: Krieg als eine soziale Krankheit - der Beitrag von Ärztinnen und Ärzten zu ihrer Verhütung

Dieter Fauth: Zur personalen Aktualität des Ersten Weltkrieges bis heute

Renate Bauer: Freigeistige Haltungen zum Ersten Weltkrieg

Mathias Weifert: Die deutschen Volksgruppen Mittel- und Südosteuropas seit dem Ersten Weltkrieg – Leidensweg, Status quo und Zukunftsaussichten

Jan Bretschneider: Ist der Mensch von Natur aus aggressiv?

Christian Michelsen: Fortschritt und Krieg. Caesars Rechtfertigung der Kriegseröffnung in Gallien und Ian Morris´ Theorie vom „produktiven Krieg“

Rüdiger Blaschke: Gewaltfreiheit als Grundlage des Weltfriedens